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Ganz ehrlich, von Mama zu Mama
Keine Ratgeberliste, sondern das, was mir wirklich durch meine Schwangerschaft geholfen hat, und das, was ich gern vorher gewusst hätte.
Es gibt ein Foto von mir aus meiner ersten Schwangerschaft, auf dem ich in einem hellblauen Kleid im Garten meiner Eltern stehe, die Hände auf dem Bauch, die Sonne im Gesicht, und jeder, der dieses Foto sieht, sagt, wie glücklich ich darauf aussehe, und das stimmt auch, ich war glücklich, aber was man auf dem Foto nicht sieht, ist, dass ich in der Nacht davor bis halb drei wach lag und mich durch Erfahrungsberichte über Geburtskomplikationen gelesen habe, weil mein Kopf einfach nicht aufhören wollte, sich Sorgen zu machen.

Genau so war meine Schwangerschaft lange Zeit, nach außen strahlend und nach innen unruhig, voller Vorfreude und gleichzeitig voller Fragen, auf die mir niemand eine Antwort geben konnte, und ich hatte das Gefühl, dass ich das niemandem erzählen darf, weil man doch dankbar sein muss und weil es so vielen Frauen viel schlechter geht.
Heute möchte ich dir erzählen, was mir damals wirklich geholfen hat, nicht die zehn Dinge, die man laut Internet in der Schwangerschaft unbedingt kaufen muss, sondern die kleinen, leisen Veränderungen, die dafür gesorgt haben, dass ich am Ende mit so viel mehr Ruhe und Vertrauen in meine Geburt gegangen bin, als ich es am Anfang je für möglich gehalten hätte.
Wie es angefangen hat
Zwischen Vorfreude und innerer Unruhe
Am Anfang war da vor allem dieses Staunen, der positive Test im Badezimmer, das Herzklopfen beim ersten Ultraschall, dieses kleine flackernde Licht auf dem Bildschirm, und ich weiß noch, dass ich auf dem Heimweg vom Frauenarzt immer wieder das Ultraschallbild aus der Tasche gezogen habe, als könnte es sich in der Zwischenzeit verändert haben.
Aber ziemlich schnell mischte sich in dieses Staunen eine Unruhe, die ich nicht richtig greifen konnte, kein großes Drama und keine konkrete Angst, eher so ein Gefühl, als würde ich auf etwas zugehen, das viel größer ist als ich und auf das ich mich nicht wirklich vorbereiten kann, egal wie sehr ich es versuche.
Und es hat nicht funktioniert
Ich habe versucht, mich zusammenzureißen
Meine erste Strategie war, positiv zu bleiben, ich habe mir Affirmationen auf Zettel geschrieben, mir gesagt, dass schon alles gut gehen wird, und jeden Zweifel sofort weggeschoben, sobald er aufgetaucht ist, weil ich irgendwo gelesen hatte, dass Stress dem Baby schadet und ich auf keinen Fall diejenige sein wollte, die ihrem Kind schon vor der Geburt etwas Schlechtes mitgibt.
Das Problem war nur, dass es nicht funktioniert hat, im Gegenteil, je mehr ich mich zur Ruhe gezwungen habe, desto unruhiger wurde ich, weil zu der eigentlichen Sorge jetzt auch noch die Sorge kam, dass ich mir zu viele Sorgen mache, und so habe ich mich in einem Kreis gedreht, aus dem ich allein einfach nicht mehr herausgefunden habe.
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Ruhe kann man nicht erzwingen. Man kann ihr nur Platz machen.
Was ich vorher nicht wusste
Informationen gab es genug, Vertrauen nicht
Ich hatte eine Schwangerschafts-App, die mir jeden Morgen erzählt hat, was mein Baby gerade lernt, ich war in drei Foren angemeldet, hatte Bücher über Geburt, Stillen und Babyschlaf gelesen und konnte dir jede Schwangerschaftswoche bis ins Detail erklären, und trotzdem fühlte ich mich nicht sicherer, sondern nur noch verwirrter, weil jede Quelle etwas anderes gesagt hat und weil ich für jede beruhigende Geschichte zwei beängstigende gefunden habe.
Was ich damals nicht wusste, ist, dass Wissen und Vertrauen zwei völlig unterschiedliche Dinge sind, und dass man das eine nicht einfach mit dem anderen auffüllen kann, so wie man Durst nicht dadurch löscht, dass man über Wasser liest, denn mir fehlte keine Information, mir fehlte ein Gefühl von innerer Sicherheit, und das konnte mir kein Forum der Welt geben.
Beobachten statt spüren
Mein Körper wurde mir fremd
Mit jeder Woche habe ich meinen Körper ein bisschen mehr beobachtet und ein bisschen weniger gespürt, ich habe jedes Ziehen gegoogelt, jede Gewichtszunahme notiert und vor jedem Termin gezittert, ob die Werte stimmen, und irgendwann hatte ich das Gefühl, dass mein Körper nicht mehr mir gehört, sondern ein Projekt ist, das ich kontrollieren und bewerten muss.
Besonders deutlich wurde mir das bei einem CTG-Termin, bei dem ich die ganze Zeit wie gebannt auf den Monitor gestarrt habe, auf die Kurven und Zahlen, und gar nicht gemerkt habe, dass mein Baby in genau diesem Moment unter meiner Hand Purzelbäume geschlagen hat, bis die Hebamme lachend gesagt hat, dass ich doch einfach mal hinfühlen soll, statt hinzuschauen, weil der Bauch mir gerade viel mehr erzählt als das Gerät.
Ohne großes Drama
Der Moment, in dem ich mir Hilfe gegönnt habe
Es gab keinen großen Zusammenbruch und keinen dramatischen Wendepunkt, es war eher ein ganz stiller Abend auf dem Sofa, an dem ich gemerkt habe, dass ich mich so nicht mehr fühlen möchte, und dass ich nicht neun Monate meines Lebens, die ich nie wieder zurückbekomme, in diesem ständigen Grundrauschen aus Sorge verbringen will.
Ich habe mir damals eine Begleitung gesucht, die mich nicht mit noch mehr Wissen überschüttet, sondern mir hilft, wieder bei mir anzukommen, und das war für mich CleverMom*, das sich ganz ruhig und ohne erhobenen Zeigefinger angefühlt hat, und genau das hat mir damals gefehlt, jemand, der mir nicht sagt, was ich alles tun muss, sondern mich daran erinnert, dass ich schon viel mehr in mir trage, als ich glaube.
Ganz konkret
Diese kleinen Dinge haben mir geholfen
Wenn ich heute zurückschaue, waren es nicht die großen Entscheidungen, die alles verändert haben, sondern viele kleine Gewohnheiten, die ich mir nach und nach angewöhnt habe und die ich dir einfach weitergeben möchte, vielleicht passt ja die eine oder andere auch zu dir.
Handy-Feierabend ab 20 Uhr
Keine Foren, keine Geburtsberichte und keine Suchanfragen mehr am Abend. Fragen, die dann noch auftauchten, habe ich auf einen Zettel geschrieben und am nächsten Tag meiner Hebamme gestellt.
Hinfühlen statt hinschauen
Jeden Abend ein paar Minuten die Hände auf dem Bauch, ohne App und ohne Tritte zu zählen, einfach nur spüren und manchmal leise mit meinem Baby reden.
Die Angst laut aussprechen
Einmal in der Woche habe ich meinem Partner erzählt, was mir gerade Sorgen macht, ohne dass er etwas lösen musste. Allein das Aussprechen hat vielen Gedanken ihre Größe genommen.
Nein zu Horrorgeschichten
Ich habe mir erlaubt, Gespräche freundlich zu unterbrechen, wenn jemand mir ungefragt von seiner schlimmen Geburt erzählen wollte.
Als ich aufgehört habe zu kämpfen
Die Angst verlor ihren Schrecken
Das Überraschendste für mich war, dass meine Angst nicht kleiner wurde, als ich sie bekämpft habe, sondern erst, als ich ihr erlaubt habe, da zu sein, und das klingt so einfach, aber es hat mein ganzes Erleben verändert, denn plötzlich war die Angst kein Feind mehr, gegen den ich jeden Tag antreten musste, sondern eher ein unruhiger Gast, der sich irgendwann von selbst ein bisschen in die Ecke gesetzt hat.
Die Fragen waren immer noch da, natürlich, ob ich die Schmerzen aushalten würde, ob alles gut geht, ob ich eine gute Mama werde, aber ich bin anders mit ihnen umgegangen, ich habe sie nicht mehr sofort beantworten wollen, sondern sie einfach stehen lassen, und das hat so viel Druck aus meinem Alltag genommen.
Mein kleines Abendritual
Drei Minuten, die meine Nächte ruhiger gemacht haben
Ankommen
Hinlegen, Hände auf den Bauch, dreimal tief und langsam ausatmen.
Benennen
Leise sagen, was heute schwer war, ohne es lösen zu müssen.
Danken
Eine Sache finden, die dein Körper heute gut gemacht hat.
Verbündet statt kontrolliert
Ich habe meinem Körper wieder vertraut
Irgendwann habe ich angefangen, meinen Körper nicht mehr als etwas zu sehen, das funktionieren muss, sondern als meinen Verbündeten, der seit Wochen und Monaten jeden Tag ein kleines Wunder vollbringt, ohne dass ich ihm dabei helfen muss, und dieses Umdenken hat mir eine Sicherheit gegeben, die ich vorher nie hatte.
Es war keine Garantie, dass alles glattgehen würde, die gibt es nicht, und das weiß ich auch, aber es war eine innere Haltung, ein ruhiges Wissen, dass mein Körper und mein Baby zusammenarbeiten und dass ich mich nicht gegen diesen Prozess stemmen muss, sondern mich ihm anvertrauen darf.
Wünsche statt Pläne
Ich musste nicht alles festlegen
Lange dachte ich, ich bräuchte einen perfekten Geburtsplan, mit jeder Entscheidung schon im Voraus getroffen, und als ich dann gemerkt habe, dass eine Geburt sich nicht an Pläne hält, hat mich das zuerst schrecklich verunsichert, bis ich verstanden habe, dass ich keinen Plan brauche, sondern nur eine Idee davon, was mir wichtig ist.
✂ Zum Ausfüllen für dich
Meine Wunschliste statt Geburtsplan
♡ Damit ich mich sicher fühle, brauche ich ______________
♡ Diese Person soll an meiner Seite sein: ______________
♡ Das hilft mir, wenn es schwer wird: ______________
♡ Das wünsche ich mir für die ersten Minuten mit meinem Baby: ______________
♡ Und falls alles anders kommt, sage ich mir: ______________
Nimm die Liste mit zu deiner Hebamme, sie freut sich darüber.
Offen zu bleiben hat mir so viel Druck genommen, weil ich nicht mehr gegen jede Abweichung kämpfen musste, sondern wusste, dass meine Wünsche auch dann noch zählen, wenn der Weg anders aussieht, als ich ihn mir vorgestellt habe.
Und warum ich das teile
Warum ich heute anders über Vorbereitung denke
Für mich ist Vorbereitung heute keine Möglichkeit mehr, alles zu kontrollieren, sondern eine Beziehung, zu mir selbst, zu meinem Körper und zu meinem Kind, und diese Beziehung braucht nicht mehr Informationen, sondern mehr Zeit, mehr Ruhe und mehr Freundlichkeit.
Ich teile das hier, weil ich weiß, dass so viele Frauen gerade genau dort stehen, wo ich damals stand, nach außen strahlend und nach innen unruhig, und weil ich mir so sehr gewünscht hätte, dass mir damals jemand sagt, dass ich nichts falsch mache und dass ich nicht allein bin.
Meine persönliche Empfehlung
Wenn du dir eine ruhige, strukturierte Begleitung wünschst, die dir Raum lässt, statt dich zu belehren, dann schau dir gern CleverMom* an. Nicht als Muss, sondern als Möglichkeit für dich, deine Schwangerschaft bewusster und mit mehr Vertrauen zu erleben.
Ein Geschenk von mir
Und für die Zeit danach
Was ich in der Schwangerschaft über Ruhe gelernt habe, wurde nach der Geburt ganz schön auf die Probe gestellt, denn plötzlich verschwanden meine Tage zwischen Stillen, Wäsche und Hinterherräumen, und ich hatte keine Ahnung, wo meine Zeit eigentlich geblieben ist.
Kostenlos für dich
Der Mama Zeitrechner
Mit ein paar Minuten und einem Stift siehst du, wie viele Stunden im Jahr dir im Familienalltag verloren gehen, welcher Chaos-Typ du bist und mit welchem ersten kleinen Schritt du dir ein Stück deiner Abende zurückholst. Speicher ihn dir schon jetzt ab, damit die Ruhe, die du dir gerade erarbeitest, auch mit Baby einen Platz behält.
Wenn du gerade nachts wach liegst, so wie ich damals vor dem Foto im hellblauen Kleid, dann wünsche ich dir, dass du das Handy heute ein bisschen früher weglegst, die Hände auf deinen Bauch legst und dir erlaubst, einfach nur zu spüren, statt zu suchen, denn die wichtigsten Antworten stehen nicht in einem Forum, sie wachsen ganz leise in dir.
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Von Mama zu Mama, von Herzen,
deine Alin 💛
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