Als ich schwanger wurde, hatte ich ein bestimmtes Bild im Kopf.
Ich dachte, ich würde diese Zeit „bewusst genießen“.
Ich dachte, ich würde mich gut vorbereiten, informiert sein, ruhig bleiben.
Was ich nicht erwartet hatte:
wie sehr mich diese Schwangerschaft innerlich bewegen würde.
Nicht dramatisch.
Nicht plötzlich.
Sondern schleichend.
Zwischen Vorfreude und innerer Unruhe
Natürlich habe ich mich gefreut.
Ich habe gelächelt, wenn ich den Herzschlag gehört habe.
Ich habe mir vorgestellt, wie es sein wird, mein Kind im Arm zu halten.
Und gleichzeitig war da diese Unruhe.
Nicht greifbar.
Nicht konkret.
Eher ein Gefühl von:
Ich betrete gerade etwas, das größer ist als alles, was ich kenne.
Darüber spricht man nicht so oft.
Aber ich glaube, viele Frauen fühlen genau das.
Ich merkte, dass ich versuchte, mich „zusammenzureißen“
Ich wollte dankbar sein.
Ich wollte mich nicht beschweren.
Ich wollte „positiv bleiben“.
Also habe ich meine Zweifel kleingeredet.
Meine Ängste relativiert.
Meine Fragen vertagt.
Doch je mehr ich versuchte, innerlich ruhig zu wirken,
desto unruhiger wurde ich tatsächlich.
Heute weiß ich:
Ich war weniger mit mir verbunden, als ich dachte.
Informationen gab es genug – Vertrauen nicht
Ich habe viel gelesen.
Zu viel, um ehrlich zu sein.
Jeder Artikel hatte eine andere Botschaft.
Jede Erfahrung eine andere Wahrheit.
Am Ende fühlte ich mich nicht sicherer –
sondern überfordert.
Mir wurde klar:
Ich suche nicht nach Antworten im Außen.
Ich suche nach Halt im Inneren.
Mein Körper wurde mir fremder, statt vertrauter
Je mehr untersucht, gemessen und eingeordnet wurde,
desto weniger fühlte sich mein Körper nach „mir“ an.
Ich begann, ihn zu beobachten statt zu spüren.
Ihn zu bewerten statt ihm zuzuhören.
Das war kein bewusster Prozess.
Es ist einfach passiert.
Und erst viel später habe ich gemerkt,
wie sehr mir dieses Vertrauen fehlte.
Der Moment, in dem ich mir eingestanden habe, dass ich Unterstützung möchte
Es gab keinen großen Auslöser.
Keinen Zusammenbruch.
Keinen dramatischen Moment.
Nur diesen Gedanken:
So möchte ich mich nicht weiter fühlen.
Ich wollte meine Schwangerschaft nicht „aushalten“.
Ich wollte mich nicht ständig innerlich beruhigen müssen.
Ich wollte mich vorbereitet fühlen –
aber nicht angespannt.
Was sich verändert hat, als ich innerlich langsamer wurde
Als ich begann, mich nicht nur äußerlich, sondern innerlich vorzubereiten, passierte etwas Unerwartetes.
Ich wurde nicht sofort gelassen.
Ich hatte weiterhin Fragen.
Aber ich ging anders mit ihnen um.
Ich hörte auf, mich zu bewerten.
Ich nahm meine Gedanken ernst.
Ich ließ mir Zeit.
Und genau das machte den Unterschied.
Angst verlor ihren Schrecken, als ich aufhörte, sie zu bekämpfen
Eine der größten Erleichterungen war die Erkenntnis,
dass Angst nichts ist, das „weg muss“.
Sie darf da sein.
Sie darf mich begleiten.
Ohne mich zu kontrollieren.
Als ich das verstanden habe, wurde sie leiser.
Nicht verschwunden – aber überschaubar.
Ich begann, meinem Körper wieder mehr zu vertrauen
Je ruhiger ich innerlich wurde,
desto mehr konnte ich meinen Körper wieder als Verbündeten sehen.
Nicht als etwas, das funktionieren muss.
Sondern als etwas, das bereits weiß, was es tut.
Dieses Vertrauen hat mir Sicherheit gegeben –
nicht als Garantie, sondern als innere Haltung.
Ich musste nicht alles festlegen
Ich musste keinen perfekten Geburtsplan haben.
Ich musste nicht jede Eventualität durchdenken.
Ich durfte offen bleiben.
Flexibel.
Bei mir.
Das hat mir unglaublich viel Druck genommen.
Warum ich heute anders über Vorbereitung denke
Vorbereitung bedeutet für mich heute nicht mehr Kontrolle.
Sondern Beziehung.
Beziehung zu mir selbst.
Zu meinem Körper.
Zu meinem Kind.
Und diese Beziehung darf wachsen.
Langsam.
Ehrlich.
Warum ich das hier teile
Ich teile das, weil ich weiß, wie leise diese inneren Prozesse sein können.
Und wie allein man sich damit manchmal fühlt.
Wenn meine Erfahrung einer anderen Frau das Gefühl gibt,
nicht „falsch“ zu sein,
dann hat sie ihren Sinn erfüllt.
Meine persönliche Empfehlung

In dieser Phase hat mich eine ruhige, strukturierte Begleitung unterstützt, die mir genau diesen Raum gegeben hat.
Ohne Druck.
Ohne Belehrung.
Deshalb empfehle ich CleverMom weiter – nicht als Muss, sondern als Möglichkeit für Frauen, die ihre Schwangerschaft bewusster erleben möchten.
Nicht, um etwas „richtig zu machen“.
Sondern um sich selbst näherzukommen.


