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Kaum werden die Tage länger und die ersten Tulpen stehen beim Bäcker in Eimern vor der Tür, geht es überall los, in den Zeitschriften, in den Geschäften und vor allem auf Instagram und Pinterest, wo plötzlich jede zweite Frau ihre Schränke ausräumt, ihre Fenster streifenfrei putzt und ihre Vorratsgläser beschriftet, als wäre das das Normalste der Welt.

Und während ich abends mit dem Handy auf dem Sofa sitze und durch diese hellen, aufgeräumten Bilder scrolle, schaue ich auf meinen eigenen Wohnzimmerboden, auf dem noch die Bauklötze vom Nachmittag liegen, und spüre dieses leise Ziehen im Bauch, das mir sagt, dass ich eigentlich auch längst anfangen müsste. Wenn du dieses Gefühl kennst, dann ist dieser Text für dich, denn ich möchte dir heute erzählen, warum der Frühlingsputz für uns Mamas keine Last sein muss.

Warum sich Frühling für Mamas oft nicht leicht anfühlt

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Der Frühling wird uns immer als Neuanfang verkauft, als die Zeit, in der alles frischer, leichter und heller wird, und für viele Menschen stimmt das vielleicht auch. Für uns Mamas bedeutet er aber oft erst einmal nur eins, nämlich noch einen Punkt mehr auf einer Liste, die ohnehin schon viel zu lang ist.

Denn unser Alltag macht ja keine Pause, nur weil draußen die Vögel wieder singen, die Kinder brauchen uns genauso wie im Winter, die Wäsche wächst genauso schnell nach, und der Kopf ist genauso voll mit Terminen, Einkaufslisten und all den kleinen Dingen, an die sonst niemand denkt. Und jetzt soll da auch noch ein großer Frühjahrsputz hineinpassen, mit Fenstern, Schränken und Keller, als hätten wir irgendwo eine geheime Woche mit freien Tagen versteckt.

Ich habe mich lange Zeit jedes Jahr im Frühling unter Druck gesetzt, mein Zuhause endlich in den Griff zu bekommen und allen, vor allem mir selbst, zu zeigen, dass ich alles im Griff habe. Und am Ende des Tages war ich meistens einfach nur erschöpft und trotzdem unzufrieden, weil ich nicht einmal die Hälfte von dem geschafft hatte, was ich mir vorgenommen hatte.

„Mein Alltag macht keine Pause,
nur weil draußen Frühling ist.“

Der Vergleich, der alles schwerer macht

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Was mir das Ganze damals noch schwerer gemacht hat, waren die vielen Bilder, die ich jeden Tag gesehen habe, die perfekt sortierten Kleiderschränke, die Kinderzimmer in Beige und Weiß, in denen kein einziges Spielzeug herumliegt, und die Küchen, in denen auf der Arbeitsplatte nur eine Vase mit Eukalyptus steht.

Ich habe mich mit diesen Bildern verglichen, ohne es überhaupt zu merken, und jedes Mal ein bisschen kleiner gefühlt, weil mein Zuhause nie so aussah, egal wie viel ich geräumt habe. Was ich dabei vergessen habe, ist, dass diese Bilder nur einen winzigen Ausschnitt zeigen, einen Moment, der vielleicht eine Stunde lang vorbereitet wurde, mit dem Chaos, das sich nur einen halben Meter neben der Kamera stapelt.

Niemand fotografiert die Müdigkeit dahinter, die Kinder, die gerade im Nebenzimmer streiten, oder den Wäscheberg, der für das Foto schnell ins Schlafzimmer getragen wurde, und genau deshalb ist dieser Vergleich so unfair, denn wir vergleichen unseren ganz echten Alltag mit einer liebevoll inszenierten Momentaufnahme.

Kennst du das auch?

❀ Du siehst perfekte Wohnungen und fühlst dich danach schlechter als vorher.

❀ Du nimmst dir jedes Jahr den großen Frühjahrsputz vor und schiebst ihn immer weiter vor dir her.

❀ Du fängst an, reißt alles aus den Schränken und hast danach mehr Chaos als vorher.

❀ Du denkst, dass andere Mamas das doch auch schaffen.

Dann bist du nicht allein, und du machst nichts falsch. Du hast nur einen Anspruch übernommen, der nicht zu deinem Leben passt.

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Du brauchst keinen perfekten Frühlingsputz

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Irgendwann habe ich mir eine ganz einfache Frage gestellt, die alles verändert hat, nämlich für wen ich das eigentlich mache. Für meine Kinder, denen es völlig egal ist, ob die Fensterrahmen glänzen, solange sie mit mir im Garten Löwenzahn pflücken können? Für meinen Partner, der den Unterschied ehrlich gesagt sowieso kaum bemerkt? Oder für ein Bild in meinem Kopf, das ich irgendwo aufgeschnappt habe und das mit meinem echten Leben gar nichts zu tun hat?

Dein Zuhause muss nicht perfekt sein, es ist kein Ausstellungsraum, sondern der Ort, an dem dein Leben passiert, an dem gekuschelt, gestritten, gebaut, gekocht und gelacht wird. Es soll dich und deine Familie tragen, und nicht du sollst es tragen, wie eine weitere schwere Aufgabe, die du nie ganz erfüllen kannst.

Was wäre, wenn es auch leicht gehen darf?

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Als ich aufgehört habe, den großen Frühjahrsputz als Pflicht zu sehen, ist etwas Schönes passiert, denn plötzlich hatte ich wieder Lust darauf, kleine Dinge zu verändern. Nicht alles auf einmal, nicht an einem Wochenende, sondern hier und da, wenn es gerade passt und ich ein bisschen Energie übrig habe.

Ich öffne an einem sonnigen Morgen das Fenster, lasse die frische Luft herein und sortiere eine einzige Schublade, und danach setze ich mich mit einem Kaffee hin und genieße diesen Moment, statt sofort zur nächsten Aufgabe weiterzuhetzen. Das klingt fast zu wenig, um etwas zu bewirken, aber genau diese kleinen Momente sind es, die mein Zuhause nach und nach leichter machen, ohne dass ich mich dabei verliere.

„Ein offenes Fenster, eine Schublade und ein Kaffee.
Mehr braucht mein Frühling nicht.“

Der sanfte Weg zu mehr Ordnung

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Große Projekte haben bei mir früher immer dasselbe ausgelöst, ich habe sie so lange vor mir hergeschoben, bis sie wie ein Berg vor mir standen, und wenn ich dann doch angefangen habe, war ich nach einer Stunde so überfordert, dass ich alles halb liegen gelassen habe. Heute weiß ich, dass kleine, wiederkehrende Schritte viel mehr verändern als ein großer Kraftakt, weil sie in den Alltag passen und weil man sie auch dann schafft, wenn man müde ist.

Mein sanfter Frühlingsputz

Jeden Tag nur zehn Minuten

Montag: das Regal im Flur, in dem sich Mützen, Werbung und Schlüssel sammeln

Dienstag: eine einzige Küchenschublade, am besten die, in der alles landet

Mittwoch: das Regal im Badezimmer mit den fast leeren Flaschen

Donnerstag: eine kleine Fläche im Wohnzimmer, die wieder frei sein darf

Freitag: Fenster auf, durchatmen und dich über das freuen, was du geschafft hast

Das Wochenende gehört deiner Familie und dir.

Und wenn du an einem Tag gar keine Kraft hast, dann lässt du ihn einfach aus, ohne schlechtes Gewissen, denn auch das gehört zu einem Frühlingsputz, der zu einem echten Mama-Leben passt.

Wenn du lieber einen festen Plan magst, an dem du dich Raum für Raum entlanghangeln kannst, dann schau gern in meinen Frühjahrs Reset für Mamas, dort nehme ich dich sieben Tage lang mit, jeden Tag nur fünfzehn Minuten.

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Weniger ist im Frühling wirklich mehr

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Je mehr ich besitze, desto mehr muss ich aufräumen, putzen, sortieren und entscheiden, und genau diese vielen kleinen Entscheidungen sind es, die uns Mamas im Alltag so viel Kraft kosten, oft ohne dass wir es überhaupt merken. Jede volle Fläche, jede überquellende Schublade ist eine stille Aufgabe, die unser Kopf mit sich herumträgt.

Deshalb stelle ich mir beim Aussortieren heute nicht mehr die Frage, ob etwas schön ist oder ob ich es vielleicht irgendwann noch einmal brauchen könnte, sondern nur noch eine einzige, nämlich ob dieses Ding meinen Alltag leichter oder schwerer macht. Alles, was mich stresst, was nur Platz wegnimmt oder was sich einfach schwer anfühlt, darf gehen, und mit jedem Teil, das geht, wird es nicht nur in den Schränken leichter, sondern auch in meinem Kopf.

Meine eine Frage beim Aussortieren

Macht dieses Ding meinen Alltag leichter
oder schwerer?

Ordnung muss zu deinem Leben passen

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Eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich war, dass es nicht die eine richtige Ordnung gibt, die für alle funktioniert, sondern dass Ordnung immer zu dem Leben passen muss, das man gerade führt. Eine Familie mit einem Baby braucht etwas anderes als eine Familie mit zwei Schulkindern, und eine Mama, die arbeitet, braucht andere Abläufe als eine, die gerade in Elternzeit ist.

Ich habe früher Systeme aus dem Internet übernommen, die bei anderen wunderbar aussahen, und mich dann gewundert, warum sie bei mir nach zwei Wochen wieder zusammengebrochen sind. Die Körbe mit den hübschen Etiketten standen irgendwann leer im Regal, weil meine Kinder ihre Sachen viel lieber in die große Kiste geworfen haben, und der durchdachte Wochenplan hing nutzlos am Kühlschrank, weil unser Alltag einfach nicht planbar war.

Heute schaue ich zuerst, wie wir eigentlich leben, wo sich Dinge von ganz allein sammeln, welche Wege wir jeden Tag gehen und was uns im Alltag immer wieder stolpern lässt, und dann suche ich eine Lösung, die genau dazu passt. Wenn sich die Schuhe immer im Flur vor der Tür stapeln, dann bekommen sie genau dort einen Platz, und nicht im Schrank im Schlafzimmer, wo sie zwar ordentlicher aussehen würden, aber niemand sie je hinbringt.

Ordnung, die zu deinem Leben passt, fühlt sich nicht wie ein Korsett an, sondern wie eine kleine Hilfe im Hintergrund, die einfach funktioniert, auch an den Tagen, an denen du keine Kraft hast, an sie zu denken.

Auch dein Kopf darf leichter werden

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Was mir erst spät klar geworden ist, ist, dass der eigentliche Frühjahrsputz oft gar nicht in den Schränken stattfinden muss, sondern im Kopf. All die Gedanken, die wir mit uns herumtragen, die Termine, die Erinnerungen, die Erwartungen an uns selbst, nehmen genauso viel Platz weg wie ein überfüllter Keller, nur dass man sie nicht sieht.

Mir hilft es, einmal im Frühling alles aufzuschreiben, was mir gerade im Kopf herumschwirrt, und dann ganz ehrlich zu schauen, was davon wirklich wichtig ist, was warten darf und was ich einfach streichen kann, weil es eigentlich nur ein „Ich sollte mal“ ist, das mir irgendwann jemand eingeredet hat. Danach fühle ich mich fast so, als hätte ich ein Fenster in meinem Kopf geöffnet, und das ist oft viel wertvoller als ein glänzendes Fenster im Wohnzimmer.

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Mein Geschenk für dich

Finde heraus, wo deine Zeit wirklich bleibt

Bevor du überhaupt eine Schublade öffnest, lohnt sich ein ehrlicher Blick darauf, wie viel Zeit dich das Chaos im Alltag eigentlich kostet, denn genau dort steckt oft viel mehr Erleichterung als in jedem Frühjahrsputz.

Mit meinem Mama Zeitrechner rechnest du in wenigen Minuten aus, wie viele Stunden im Jahr dir durch Suchen und Hinterherräumen verloren gehen. In einem kleinen Quiz erfährst du, ob du eher die Nie-fertig-Mama, die Wochenend-Retterin oder die Hinterherräumerin bist, und du bekommst für deinen Typ einen ersten sanften Schritt, ganz ohne Putzplan.

Er ist kostenlos und ohne Verpflichtung, einfach als kleiner Frühlingsgruß von mir an dich.

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Lass dich nicht verunsichern

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Es wird auch in diesem Frühling wieder Bilder geben, die dir zeigen wollen, wie ein Zuhause angeblich auszusehen hat, und vielleicht wirst du dich auch wieder einmal dabei ertappen, wie du dich vergleichst. Dann erinnere dich bitte daran, dass du nur einen kleinen Ausschnitt siehst, und dass hinter jedem perfekten Bild ein ganz normales Leben steckt, mit Müdigkeit, Chaos und Tagen, an denen gar nichts klappt.

Du musst niemandem beweisen, dass du alles im Griff hast, weder den Nachbarn noch den anderen Mamas auf dem Spielplatz und schon gar nicht einem Bildschirm. Dein Zuhause gehört dir und deiner Familie, und es darf genau so aussehen, wie es zu euch passt.

Dein Frühling darf sich leicht anfühlen

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Der Frühling ist keine Prüfung, die du bestehen musst, sondern eine Einladung, dir das Leben ein kleines bisschen leichter zu machen, und vielleicht beginnt das ganz einfach damit, dass du heute das Fenster öffnest, tief durchatmest und dir erlaubst, nicht alles auf einmal zu schaffen.

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Dein Zuhause muss nicht glänzen. Es darf einfach ein Ort sein, an dem du durchatmen kannst.

Von Herzen, deine Alin 💛

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