Ich erinnere mich noch genau an den Moment, in dem mir bewusst wurde, wie sehr mich das Thema Geburt innerlich bewegte. Es war kein lauter Gedanke, kein dramatischer Augenblick. Eher ein stilles Ziehen im Bauch, eine Mischung aus Vorfreude und Unsicherheit. Ich war schwanger – voller Liebe, voller Erwartungen – und gleichzeitig trug ich Fragen in mir, die ich kaum auszusprechen wagte.
Würde ich das schaffen?
Würde ich stark genug sein?
Was, wenn die Angst überhandnimmt?
Über Geburt wird viel gesprochen. Und doch hatte ich das Gefühl, dass vieles davon eher verunsichert als stärkt. Geschichten, Berichte, gut gemeinte Ratschläge – sie alle schwebten um mich herum. Manche machten mir Mut, andere ließen mein Herz schneller schlagen. Ich merkte: Es ging nicht nur um meinen Körper. Es ging um etwas Tieferes. Um Vertrauen. Um Loslassen. Um innere Stärke.
Der leise Beginn meiner Reise nach innen
Am Anfang glaubte ich, ich müsse vor allem „alles wissen“. Abläufe, Phasen, Zahlen, Fakten. Ich las, hörte zu, informierte mich. Und obwohl Wissen wichtig ist, spürte ich schnell: Das allein reicht nicht. Denn meine Gedanken kreisten weiter. Mein Herz blieb unruhig.
Was mich wirklich beschäftigte, war nicht die Frage, wie Geburt funktioniert, sondern wie ich mich dabei fühlen würde. Würde ich mich sicher fühlen? Getragen? Verbunden mit mir selbst?
Ich begann zu verstehen, dass meine innere Haltung eine viel größere Rolle spielte, als ich es mir zuvor erlaubt hatte zu glauben.
Mentale Geburtsvorbereitung – ein Begriff, der leise anklopfte
„Mentale Geburtsvorbereitung“ – dieser Begriff tauchte irgendwann auf. Erst ganz beiläufig. Und ehrlich gesagt wusste ich nicht sofort, was ich mir darunter vorstellen sollte. Gedankenarbeit? Affirmationen? Meditation? War das etwas für mich?
Ich bin kein Mensch, der ständig „positiv denken“ kann oder will. Ich wollte nichts überdecken, nichts schönreden. Ich wollte echt sein. Mit all meinen Gefühlen.
Und genau das war der Wendepunkt.
Mentale Geburtsvorbereitung bedeutete für mich nicht, Angst zu verdrängen. Sondern ihr zuzuhören. Sie ernst zu nehmen. Und ihr langsam, Schritt für Schritt, einen anderen Platz zu geben.

Mein Herz durfte sich öffnen – ganz ohne Druck
Was mich am meisten berührt hat, war die Sanftheit dieses Weges. Niemand sagte mir: „Du darfst keine Angst haben.“ Stattdessen lernte ich: Angst ist ein Signal. Sie will gesehen werden. Und wenn sie gesehen wird, verliert sie ihre Macht.
Ich begann, mich selbst besser zu verstehen. Meine Gedanken, meine inneren Bilder, meine Erwartungen. Ich erkannte, wie sehr alte Erfahrungen, Geschichten und Glaubenssätze meine Vorstellung von Geburt geprägt hatten – oft unbewusst.
Manche davon durfte ich loslassen. Andere durfte ich neu betrachten.
Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, mir selbst wirklich zuzuhören.
Innere Stärke ist nichts Lautes
Lange dachte ich, Stärke müsse sich laut anfühlen. Kraftvoll. Unerschütterlich. Doch je tiefer ich in meine innere Vorbereitung eintauchte, desto klarer wurde mir: Meine wahre Stärke war leise.
Sie zeigte sich in Momenten, in denen ich innehalten konnte. In denen ich mir erlaubte, unsicher zu sein – und trotzdem weiterzugehen. In denen ich spürte: Ich darf mich auf mich verlassen.
Mentale Geburtsvorbereitung hat mir nicht versprochen, dass alles „perfekt“ wird. Aber sie hat mir etwas viel Wertvolleres geschenkt: Vertrauen. In meinen Körper. In meinen Weg. In mich.
Die Beziehung zu meinem Körper veränderte sich
Ein ganz besonderer Teil dieser Reise war die Verbindung zu meinem Körper. Statt ihn als etwas zu sehen, das „funktionieren muss“, begann ich, ihn als Partner wahrzunehmen. Als etwas, das mit mir arbeitet – nicht gegen mich.
Ich lernte, Signale zu deuten. Pausen zu respektieren. Und auch Grenzen anzunehmen, ohne sie als Scheitern zu empfinden.
Diese neue Beziehung war heilend. Und sie reichte weit über die Geburt hinaus.
Gedanken erschaffen Gefühle – und Gefühle erschaffen Erfahrungen
Eines der größten Geschenke war das Bewusstsein darüber, wie stark meine Gedanken meine Gefühle beeinflussen. Das klingt vielleicht selbstverständlich – aber es wirklich zu fühlen, ist etwas anderes.
Ich lernte, meine Gedanken liebevoll zu beobachten. Nicht jeden sofort ernst zu nehmen. Nicht jeder inneren Stimme zu glauben, die mir Angst machen wollte.
Stattdessen durfte ich neue innere Bilder entstehen lassen. Bilder von Vertrauen, von Öffnung, von Hingabe. Nicht als Zwang, sondern als Einladung.
Ich war nicht mehr allein mit meinen Fragen
Was mir ebenfalls unglaublich gutgetan hat, war das Gefühl, nicht allein zu sein. Zu wissen, dass andere Frauen ähnliche Gedanken haben. Ähnliche Zweifel. Ähnliche Hoffnungen.
Mentale Geburtsvorbereitung hat mir einen Raum eröffnet, in dem alles Platz hatte. Freude und Angst. Stärke und Verletzlichkeit. Und genau dadurch wurde alles leichter.
Geburt als Übergang – nicht als Prüfung
Irgendwann begann ich, Geburt nicht mehr als etwas zu sehen, das ich „bestehen“ muss. Sondern als Übergang. Als Prozess. Als etwas, das mich verändert – auf eine Weise, die ich nicht kontrollieren muss.
Diese Perspektive hat mein Herz weit gemacht.
Ich musste nichts erzwingen. Nichts leisten. Ich durfte mich tragen lassen – von mir selbst.
Rückblickend: Was wirklich geblieben ist
Heute, wenn ich zurückblicke, spüre ich tiefe Dankbarkeit. Nicht, weil alles einfach war. Sondern weil ich mich vorbereitet fühlte – innerlich.
Mentale Geburtsvorbereitung hat mir Werkzeuge geschenkt, die mich nicht nur durch die Geburt begleitet haben, sondern weit darüber hinaus. In meiner Rolle als Mutter. Als Frau. Als Mensch.
Ich habe gelernt, mir selbst zuzuhören. Mir zu vertrauen. Und mich nicht klein zu machen, wenn es herausfordernd wird.
Warum ich diesen Weg weiterempfehle – ganz leise
Ich erzähle das alles nicht, um jemanden zu überzeugen. Sondern weil ich weiß, wie wertvoll es ist, sich getragen zu fühlen. Und wie sehr der richtige Impuls zur richtigen Zeit etwas verändern kann.
Für mich war dieser Kurs zur mentalen Geburtsvorbereitung ein genau solcher Impuls. Er hat mich sanft begleitet, ohne Druck, ohne Angst zu schüren. Und er hat mir geholfen, meine innere Stärke zu entfalten – auf meine eigene Weise.
Wenn du dich gerade fragst, wie du dich innerlich auf deine Geburt vorbereiten kannst, dann möchte ich dir diesen Weg ans Herz legen. Nicht als „Muss“, sondern als Einladung. Als Möglichkeit, dir selbst näherzukommen.
Manchmal beginnt die stärkste Vorbereitung genau dort, wo wir aufhören, uns zu überfordern – und anfangen, uns zu vertrauen.
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